Bereits in der Schulzeit hat es mich fasziniert, im Kunstunterricht einen Schritt weiter zu gehen. Nicht nur eine Perspektive, sondern gleich zwei oder drei auszuprobieren oder Ableger einer Aufgabenstellung zu bearbeiten. Das Kennenlernen der verschiedenen Materialien Bleistift, Kohle, Kreide, Acryl oder Öl hat diese erste Phase stark geprägt. Basierend auf einem fotorealistischen Ansatz und dem Anspruch Gesehenes perfekt wiederzugeben und damit Perspektiven bis ins kleinste Detail zu erfassen.
Während meiner kaufmännischen Ausbildung besuchte ich abends die Kunstklasse der Kölner Künstlerin, Regine Burré. Dies war der Schritt über den Fotorealismus hinaus: es wurde experimentell. Einsatz verschiedener zusätzlicher Materialien wie Sand, Seidenpapier oder Spachtelmasse erlaubten, zusammen mit einem stark gestischen Ansatz der Malerei, die Fokussierung auf die Gesamt-Komposition. Aber auch ganz neue Techniken konnte ich in meinen Fundus aufnehmen und austesten. Was sollte am Ende bildlich erreicht werden? Oder ist der Weg schon das Ziel? Ich vertiefte diese Erfahrungen weiter im Eigenstudium.
Nach meiner Ausbildung und erster Berufserfahrung war der kreative Ruf sehr laut. Ich wollte „handmade“ vertiefen, weiter lernen, ergänzen. Ein Grafik- und Designstudium führte mich zusätzlich in die digitale Welt. Gutes Design will gelernt, erarbeitet und verstanden werden. Parallel genoss ich die künstlerische Ausbildung unter Professor Siegfried Ijewski – ein absoluter Farbenspezialist. Hieraus entwickelte sich ein gefestigter Kunststil: moderne Landschaftsmalerei, Motive, die sich dem Gesamtblick entziehen. Schwerpunktmäßig in Acryl sowie Gouache und Aquarell.
Außerdem folgte parallel der Designweg: vom Grafiker zum Produktmanager, vom Marketingverantwortlichen zum Vertriebler, zum Projektmanager und schließlich zum Marketing Manager als Allrounder zwischen Vertrieb, Online/Offline, neuen Medien, Produktion, Messen uvm.. Digital schlägt nicht immer alles – es kommt auf das Ziel, den Rahmen und den Einsatz an. So lernte ich zusätzlich Graphic Recording kennen und schätzen. Als „grafische Protokolle“ von Meetings und Veranstaltungen in den USA längst bekannt und sogar verfeinert in der Königsdiziplin „Visual Facilitation“. Die visuelle Verfolgung und Aufbereitung von Inhalten, Fragestellungen und Zusammenhängen mit dem Ziel der Vereinfachung, Strukturierung und Lösungsfindung.
Heute arbeite ich aufgrund meines Erfahrungsschatzes als Botschafter aller Disziplinen, bin künstlerisch gefestigt und variiere, je nach Aufgabenstellung und Ziel, den Einsatz von Medien und die Übersetzung hin zum Betrachter, Nutzer und Kunden.
Meine Philosophie ist noch immer geprägt von Offenheit und Interesse für all diese Bereiche und dem Willen dazu zu lernen und das jeweils beste Ergebnis zu erreichen.